24.4.2007 Diana Jaffé

T-Systems: Sex am Arbeitsplatz?


Aktuelle Online-Kampagne von T-Systems

Aktuelle Online-Kampagne von T-Systems
Aktuelle Online-Kampagne von T-Systems: Sehen Sie den Arm über den Bettrand ragen?

“Jaaaaa…?!?", dachte ich, als ich diese Kampagne soeben entdeckte. Mir war nicht klar, was die Andeutung einer Bettszene mit “Business flexibility” in Verbindung bringen könnte, das nicht automatisch schlüpfrig gemeint sein könnte. Als ich dem Link nachging, klärte sich diese Frage weiterhin nicht, denn dort erwartete mich dieses Bild:

Bild auf der Homepage zur obigen Online-Kampagne von T-Systems
“Auflösung” auf der Homepage zur obigen Online-Kampagne

Da bleiben doch so einige Fragen offen, z. B.: Was will uns T-Systems damit eigentlich sagen? Oder: Wieso ist es schon wieder ein Kerl, der seine Füße hochlegen kann, während die Frau arbeiten und dabei auch noch lächeln muss? Fragen über Fragen…

Hornbach: Nur das Projekt zählt


Held des Projekts: Trümmerfrau
Hornbachs neue Kampagne: Held des Projekts

Hornbach wirbt nun mittels einer Diversity-Kampagne. Jetzt ist es egal, welches Alter, welche Nationalität, welches Handycap, welche Religion oder sexuelle Orientierung man hat. Es zählt einzig das Projekt.

Die Kampagne der Agentur Heimat ist wirklich schön geraten, aber ich finde ja fast immer etwas anzumäkeln. Ich meine, außer der Trümmerfrau hätte bei insgesamt sechs Motiven schon noch ein “Frauenmotiv” anfallen können, immerhin ist es ja nun wirklich kein Geheimnis mehr, dass die deutliche Mehrzahl von Männern keine Bohrmaschine mehr ohne Rücksprache mit dem Weibe kauft. Oder ist es doch noch nicht so bekannt?

Und meine zweite Mäkeligkeit bezieht sich auf den Kern der Kampagne: Wenn ich einen Gedanken mehr denke, dann ist es wirklich nett, dass ich zwar sein kann, wie ich bin (jedenfalls hinsichtlich Nationalität, Alter, sexueller Orientierung, Religion, Schönheitsgrad, Alter und Geschlecht), aber wenn es doch nur zweitrangig ist und das Projekt, also ein Ding, alles ist, was zählt… dann komme ich zu dem Schluss, dass es doch nur eine weitere Kampagne für Männer ist.