Weibliche Stars über 40 endlich erlaubt?


Sharon Stone für Dior
Sharon Stone zeigt es allen - hier bei Dior

Sharon Stone hat schon mehrfach stilbildend gewirkt, doch wahrscheinlich war ihre Rolle gesellschaftlich kaum je so prägend wie heute. Hollywood war noch nie berühmt dafür, Frauen jenseits der 40 interessante oder gar wichtige Rollen zu bieten. Mit Basic Instinct 2 hat die inzwischen 48-jährige geschafft, was nur sehr selten vorkommt: Eine weibliche Hauptrolle mit Aussagekraft zu ergattern (eine recht interessante kleine Analyse dazu hier). Dabei sollte klar sein, dass eine alternde Gesellschaft weitaus mehr Filme mit älterer Besetzung fordern wird. Oder glaubt etwa jemand ernsthaft, dass Teenie-Filme für die Generationen 40+ irgendeine Relevanz besitzen?

Die Kosmetik-Industrie jedenfalls lernt mit großen Schritten. Endlich. Legendär ist Doves international angelegte Kampagne Initiative für wahre Schönheit, die unter anderem auch das Alter thematisierte. Seit nunmehr 2 Jahren läuft sie mit weiterhin großem Erfolg.

Interessant ist, dass nun allmählich auch die Luxus-Marken merken, dass Frauen über 40 nicht gleich das Gras aus der Tasche zu wachsen beginnt. Dior holte sich im Herbst 2005 Sharon Stone für eine neue Kampagne (auch das wurde schon zum gegebenen Zeitpunkt berichtet).

Einen wirklich lesenswerten Artikel zu Sharon Stone, weiblichen Stars im besten - und häufig schönsten! - Alter, Kosmetik und mehr finden Sie hier.

25.3.2006 Diana Jaffé

KarstadtQuelle reißt es mit dem A…. wieder ein


Quelle

Vor wenigen Tagen verkündete der Quelle-Geschäftsführer den künftigen Verzicht auf die Marke Lonsdale (ich wies hier auf den Spiegel-Online-Bericht hin). Tjaaa, das war vor vier Tagen.

Heute ist schon wieder alles gaaanz anders. Der KarstadtQuelle-Chef Thomas Middelhoff verkündet ganz einfach, der deutsche Vertriebshändler habe sich von der rechten Szene distanziert, Lonsdale bleibe im Sortiment und der Quelle-Geschäftsführer sei inzwischen gefeuert, wenn auch aus ganz anderen Gründen.

Und wie reagiere ich als Privat-Frau, die ich schließlich auch bin? Ich komme nicht umhin, einmal mehr Konsequenzen aus dem mindestens als ausgesprochen ungeschickt zu bezeichnenden Verhalten des Unternehmens zu ziehen.

Hier übrigens die neue Entwicklung ausführlicher.

24.3.2006 Diana Jaffé

“Desperate Housewives": Ab Herbst 2006 auch auf Ihrem Computer


Desperate Housewives
TV-Serie bald auch als PC-Spiel

Buena Vista Games hat jüngst angekündigt, gemeinsam mit ABC Entertainment und Touchstone Television die international beliebte TV-Serie Desperate Housewives als Spiel für den heimischen Computer herauszubringen. Im Herbst 2006 soll es soweit sein. Ob dieser Zeitvertreib auch schon auf Deutsch erhältlich ist, wurde noch nicht gemeldet.

Es ist nicht anzunehmen, dass das Spiel überwiegend Männer fesseln wird, auch wenn sich einige sicherlich einen Eindruck verschaffen werden. Übrigens ist ein analoges Spiel zumindest für den englischen Sprachraum schon länger erhältlich.

22.3.2006 Diana Jaffé

Ergänzung


Logo 1. Internationaler Gender Marketing Kongress

Und noch einmal rühre ich die Werbetrommel für den Kongress am 27. und 28. April: Das Kongressprogramm finden Sie hier: www.gendermarketingkongress.de

20.3.2006 Diana Jaffé

Quelle reagiert vorbildlich


Quelle

Überraschend reagierte Quelle auf den Hinweis einer Papenburger Juso-Gruppe. Diese nämlich schrieb einen Brief an das Versandhaus, in dem sie auf die besondere Beliebtheit von Bekleidung der Marke Lonsdale bei Rechtsradikalen hinwies. Quelle antwortete diesmal nicht mit standardisierten Antworten. Vielmehr sollen Lonsdale-Produkte künftig konsequent aus dem Sortiment entfernt werden.

Glaubt man dem Spiegel-Artikel, dann hat sich Quelle-Geschäftsführer Michael Badke absolut vorbildlich verhalten. Das Unternehmen nimmt seine gesellschaftliche Verantwortung ernst. Ich bin angenehm beeindruckt - und bringe daher auch Verständnis dafür auf, dass die vorhandenen Bestände erst noch abgesetzt werden sollen. Aber mit dem nächsten Katalog soll dann endlich Schluss sein. Ich werde es prüfen. Bis dahin freue ich mich aber auf jeden Fall weiter.

Wie, Sie fragen sich, was das alles mit Männern oder Frauen zu tun hat? Nun, Frauen achten besonders und in zunehmendem Maße auf das Verhalten von Unternehmen und deren Bereitschaft, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Alles klar?

15.3.2006 Diana Jaffé

Schon 2005 auf der IAA: smart bellybutton


Autostudie smart bellybutton
Til Schweiter bei der Präsentation der smart-Studie auf der IAA 2005
(Foto: smart)

Nicht nur Volvo leistet sich Überlegungen darüber, was Frauen wohl wünschen könnten. Nein, auch die stets defizitäre und nun möglicherweise auch zum Verkauf stehende DaimlerChrysler-Tochter smart glaubt nun zu wissen, was zumindest ein Teil der Frauen wünscht. Gemeinsam mit der Firma bellybutton entwarf man zuletzt “das Traumauto für Mütter", den smart bellybutton.

Der Schachzug war ja keineswegs dumm, denn bellybutton, sonst eher für Schwangerschafts- und Kindermoden bekannt, gehört unter anderem Ex-Model Dana Schweiger, der Noch-Ehefrau von Til Schweiger, sowie der Schauspielerin Ursula Karven. Und wie nicht anders zu erwarten, rührte auch Herr Schweiger im September auf der 61. Internationalen Automobil Ausstellung noch bereitwillig die Werbetrommel für die bellybutton-Autostudie, bevor das Paar im November seine Trennung verkündete.

Das Studienmodell basiert auf dem Fourfour. Aber mal ehrlich: Ist ein “Sternendach” (mit Sternchen verziertes Glasdach) wirklich wichtiger als ein Naviationssystem on board? Ist ein Kinderbuggy wertvoller als so genannte Run-Flat Tires oder gibt es vielleicht einen guten Grund, weshalb bei einer Studie für Mütter lediglich die Stabilität der Fahrgastzelle als Sicherheitsaspekt gesehen wird? Na immerhin verfügt das gute Stück über 6 Airbags. Immerhin. Ach ja, und dann wäre da noch der flugtaugliche Kindersitz zu nennen. Aber ich frage mich doch, ob das schicke dunkle Leder auf Dauer den kleinen Unfällen mit Nahrungsmitteln und Getränken in jeglicher Form und in jeglichem Verdauungszustand Stand hält. Und ich frage mich auch, weshalb die Wickelvorrichtung auf den umklappbaren Vordersitzen solch einen Vorteil darstellt. Ist das wirklich bequem? Und sollten Kinder nicht im Alter von rund einem Jahr allmählich stubenrein werden? Darf die Mutter das Auto über diese magische Ausscheidungsgrenze hinweg behalten und nutzen? Fragen über Fragen…

Machen Sie sich doch selbst ein Bild und denken Sie sich Ihren Teil. Ich für meinen Teil vermisse hier tiefer gehende Überlegungen. Ach ja: Sorry, dass ich erst jetzt noch einmal nachgeforscht habe, denn eigentlich wusste ich bereits vor einem Jahr, dass da was im Busch ist. *knirsch*

13.3.2006 Diana Jaffé

Danke Holger!


Schon der Titel bringt es auf den Punkt: Unter Erich gäb’s kein Blu-ray.

Holger Dambeck spricht ganz sicher nicht nur mir aus der Seele, wenn er über den Format-Wahnsinn der technischen Industrien polemisiert.
Hier der Artikel auf Spiegel Online.

1. Internationaler Gender Marketing Kongress in Deutschland


Endlich ist es soweit! Am 27. und 28. April 2006 findet der 1. Internationale Gender Marketing Kongress in Berlin statt. Viele spannende Sprecher werden die unterschiedlichsten Ansätze und Konzepte für Frauen, aber auch Männer (wie der Name des Kongresses ja sagt!) vorstellen. Auch ich selbst werde dort zu sehen und zu hören sein. Alle Infos:

http://www.gendermarketingkongress.de

Ich freue mich schon sehr darauf, Sie dort zu treffen!

Der Vogel wurde in dieser Woche abgeschossen von…


w&v Werben und Verkaufen
Die Fachzeitschrift für die Werbebranche: w&v Werben und Verkaufen hat sich nichts weiter dabei gedacht…

Was habe ich mich gewundert, als ich in der w&v von dieser Woche (Nr. 8/2006) einen Artikel mit dem Titel “Gefühle auf dem Prüfstand” entdeckte. Dabei handelt es sich um einen Bericht über den Test des neuen Magazins emotion aus dem Hause Gruner + Jahr.

Den Test durchgeführt haben die w&v-Titeltester. Sie haben sich das erste Exemplar des Psychologie-Magazins, das sich eindeutig für Leserinnen konzipiert wurde, zu Gemüte geführt und bewertet. Die Kommentare reichten von “wohltuend von den vielen oberflächlichen Artikeln in Frauenzeitschriften ab"[hebend] bis zur Verärgerung über “Belanglosigkeiten, die verallgemeinernd dargestellt werden". Und nun dürfen Sie, geneigte Leser/innen raten: Wie viele Frauen, wie viele Männer mögen das Heft wohl bewertet haben?

Es waren 9 Männer - und keine einzige Frau. Und deren Prognosen hinsichtlich der künftigen Anzeigenkunden waren ebenso unsäglich, wie die heutige Realität in fast allen Frauenzeitschriften: DOB, Kosmetik, Food, Pharma. 9 Männer beurteilen ein neues Frauenmagazin - und niemandem fällt diese Absurdität auf?!

Erstausgabe der Zeitschrift emotion von Gruner + Jahr