Ikea wegen sexistischer Montageanleitungen unter Beschuss


Gleich mehrere norwegische Spitzenpolitiker haben Ikea angeprangert und gefordert, die ausschließlich mit männlichen Figuren illustrierten Montageanleitungen paritätisch mit Darstellungen von Frauen zu besetzen. Zu den Kritikern gehörte auch der norwegische Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik.

Im vergangenen Jahr hatten bereits Werbemotive in Norwegen für Unmut gesorgt.

Die Meldung und ein umstrittenes Werbeplakat gibt es hier.

Andere Witzbolde haben sich hier ausgelassen - und so sieht eine der Retourkutschen aus (darf ich auf sowas eigentlich ohne Reue verlinken?).

Und da sage noch einer, eCommerce funktioniert nicht


Ich gebe es ja zu: Ich bin ein Fan von Spiegel Online. Sie schaffen es stets, kuriose Beiträge herbeizuschaffen, so auch diesmal wieder: Vier Ex-College-Jungs bieten auf ihrer Website den gesammelten Unsinn an, der sonst unter US-amerikanischen Studenten per E-Mail kursiert. Im vergangenen Jahr konnten sie - vermutlich durch Werbeschaltungen - zwei Mio. US$ Umsatz verbuchen. Respekt!

Zum Bedauern der Ex-College-jetzt-Manhatten-Loft-Bewohner können sie den Anteil der weiblichen Userinnen von 30 Prozent nicht weiter steigern. Vielen Mädels ist das Angebot doch zu grob.

Hier ist der Artikel bei Spiegel Online und hier die Originalsite CollegeHumor.

9.3.2005 Diana Jaffé

L’Oréal - alles nur schöner Schein?


Der Artikel in Spiegel Online unter dem Titel L’Oréals großer Bluff
stimmt mich so nachdenklich, dass mir sogar jegliche Kommentare fehlen. Ganz besonders der Schluss ist zu empfehlen.

Red What Society?


Red Hat Society

Alles begann mit einem roten Hut, den Sue Ellen Cooper im Jahr 1998 einer Freundin zusammen mit einem Gedicht schenkte. Daraufhin verlangten viele weitere Freundinnen nach roten Hüten. Und so dauerte es nicht lange, bis die Gemeinschaft der über 50-jährigen Frauen, die ihren Lebensabend angenehm, mit anderen Frauen zusammen und mit vielen Vergnügungen angefüllt verbringen wollten, zu einem reißenden Strom wurde. Irgendwann zwischendurch wurde die Red Hat Society gegründet. Heute gehören ihr mehr als 800.000 Frauen in 36.000 Ortsgruppen - über die gesamten USA verteilt - an. Die Leiterinnen der so genannten Chapter heißen “Queens” - Königinnen.

Für Unternehmen in den USA gehört diese wohlhabende wie lebenslustige Zielgruppe - ebenso wie bei uns - zu den begehrenswertesten. Inzwischen bombardieren sie massenhaft die Red Hat Society, um einen begehrten Vertrag mit dem Netzwerk zu erhalten, denn nur auf diese Weise können sie an dem effektiven Empfehlungsmarketing der Mitglieder teilhaben. Doch die Königinnen werden ihrem Ruf gerecht: Sie sind sehr wählerisch. Anfragen von Kreditkartenfirmen werden ebenso abgeschmettert, wie die von Inkontinenzbindenherstellern. Zu den wenigen glücklichen Gewinnern zählen Firmen wie der Freizeitschuh-Hersteller Keds. Ein solcher Vertrag gilt bei vielen Unternehmen ebenso viel wie die Lizenz zum Geld Drucken.

Ein schöner Artikel zur Red Hat Society trägt den Titel Red hats and feather boas (leider wieder mit einem - kostenlosen - Login verbunden).

Diana Jaffé

China


China

China hat innerhalb von nur drei Generationen den Sprung von der Tradition über die Revolution zur Moderne geschafft. Hier einige trockene Daten:

Chinesinnen, die in Städten leben, tragen mit 40 Prozent zum Familieneinkommen bei und stellen 45 Prozent aller Arbeitskräfte. Damit liegen sie deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von 35 Prozent.
In Shanghai sind 6,6 Prozent der Frauen selbständig, jedoch nur 5,7 Prozent der Männer (Shanghai Women’s Development Forum).

Diese und weitere Informationen enthält der Artikel China races ahead with gender empowerment@speed.

Was Banken in Saudi Arabien noch lange vor den westlichen Finanzhäusern verstanden haben


Banque Saudi Fransi: Werbekampagne mit Frauen im Fokus

In Saudi Arabien dürfen Frauen weder wählen, noch selbst ein Auto steuern. Aber dafür dürfen sie ihre eigenen Finanzen verwalten. Die Banque Saudi Fransi hat eine Werbekampagne gestartet, die sich gezielt an Frauen richtet, wie die New York Times berichtet. Da soll noch einer sagen, die Araber seinen ein durchgehend rückständiges Volk… In zu vielen Bereichen ist dies - nach westlicher Auffassung - durchaus so, aber geschäftstüchtiger scheinen sie allemal zu sein.

Der gesamte Artikel ist hier zu finden (kostenloses Login nötig) - oder alternativ hier.

Frauenquote in der Schweiz - Fortschritt oder Rückschritt?


Jüngst entschied der Schweizer Nationalrat mit nur einer Stimme Mehrheit die Einführung einer 30-prozentigen Frauenqote in Aufsichtsräten von Staatskonzernen. Nun muss der Rechtsausschuss ein Gesetz ausarbeiten, das anschließend noch einmal durch den Nationalrat und Ständerat abgesegnet werden müssen.

Sie kommt also durch die Hintertür wieder rein, die Diskussion um Frauenquoten. Hat die Frauenquote in der Vergangenheit mehr geschadet oder genützt? Die Verfassung der BRD sagt ganz klar, dass niemand - unter anderem - wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Aber wer wird in welchem Zusammenhang eigentlich benachteiligt oder bevorzugt? Sicher ist doch nur, dass die Tatsache, ob jemand weiblich oder männlich ist, keine Rolle spielen darf. Übrig bleiben also nur noch Leistungsmerkmale und andere persönliche Qualitäten. Aber wer kann diese ernsthaft messen oder gar vergleichen? Die Auswahl von Mitarbeitern ist auch sehr stark von deren Verhaltens- und Kommunikationsweisen abhängig. Diese wiederum können “typisch weiblich” oder “typisch männlich” sein. Es gewinnt doch stets der- oder diejenige, die mit “persönlicher Kompetenz” zu überzeugen weiß. Und die Beurteilung dieser persönlichen Kompetenz liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, der sich gar nicht dagegen erwehren kann, vertraute Muster im Gegenüber zu erkennen - und zu bevorzugen. Und dann wären wir wieder bei der Frage: Mann oder Frau?

Die Österreicher setzen übrigens verstärkt auf Mentoring. Wie dort die Schweizer Frauenquote diskutiert wird, lässt sich hier nachlesen.

Übrigens haben unsere Grünen in Deutschland eine eigene Aktion gestartet, um Frauen in Aufsichtsratsposten zu befördern. Details gibt es zum Beispiel bei AVIVA-Berlin.